Stipendien


Die Carl Schlettwein Stiftung vergibt auf Antrag der zuständigen Lehrpersonen Stipendien für namibische Studierende, die an einer Universität im südlichen Afrika immatrikuliert sind. Den beteiligten Personen wird eine Plattform zur Präsentation ihrer Arbeiten und zur Vernetzung geboten. Details zur Eingabe von Gesuchen finden sich unter Kontakt/Stipendien. 
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Stipendien für namibische Studierende im südlichen Afrika

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Bewahrung der Geschichte
Eines der ursprünglichen Ziele von Carl Schlettwein ist die Förderung des namibischen Selbstverständnisses durch die Bewahrung der Geschichte und der Erinnerungen daran. Aus diesem Grund fördert die Carl Schlettwein Stiftung traditionellerweise Historiker, aber auch Archivare und Bibliothekare. Dies hat sich im Lauf der Zeit auf weitere Gebiete der Geisteswissenschaften ausgedehnt, so dass insbesondere auch Ethnologie, Anthropologie, Soziologie, Politikwissenschaften und Erziehungswissenschaften in den Bereich der geförderten Bereiche gekommen sind.
 
Multiplikatoren-Funktion der Stipendien
Seit jeher ist es der Carl Schlettwein Stiftung ein Anliegen, die sich entwickelnden Fähigkeiten wiederum der namibischen Gesellschaft und der ganzen Region zu Gute kommen zu lassen, und dafür zu sorgen, dass die eingesetzten Mittel eine Multiplikatorfunktion erhalten und weit über das persönliche Schicksal und die Bestimmung eines einzelnen Stipendiaten hinaus auf die Entwicklung einer ganzen Nation Auswirkungen haben können. 

Ein entscheidender Teil hierzu ist die proaktive Auseinandersetzung mit der Problematik des Brain Drain, dem Verlust von Fähigkeiten, Kapazitäten und Wissen an andere Gebiete und Regionen. Statistiken zeigen ein klares Bild, dass Studien im Ausland einen entscheidenden Einfluss auf die  künftigen Entscheide zu Wohn- und Arbeitssuche, und damit auf die entsprechenden Lebensmittelpunkte haben. Die Carl Schlettwein Stiftung wirkt dem entgegen, in dem sie explizit nur Studierende im südlichen Afrika fördert, und keine Stipendien für Studierende an Universitäten ausserhalb dieser Region vergibt.
 
Zusammenarbeit mit Institutionen im südlichen Afrika
Die Carl Schlettwein Stiftung ist in Basel in der Schweiz domiziliert und damit weit vom südlichen Afrika entfernt. Diese räumliche Distanz erschwert die Kommunikation sowie die Evaluation von Studierenden. Dies wird durch die Präsenz und die Arbeit der Lehrpersonen ausgeglichen. Daher werden Stipendien nur auf Antrag der Lehrpersonen für ausgewählte Studierende gesprochen. 

Dies ermöglicht den Aufbau einer kontinuierlichen Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen der Carl Schlettwein Stiftung und den Lehrpersonen im südlichen Afrika, mit dem Ziel unterstützungswürdige Studierende zu erreichen und gleichzeitig die Netzwerke und die Bestände der durch die Carl Schlettwein Stiftung aufgebauten Strukturen zu stärken.
 
Gegenseitige Motivation
Das Interesse und die Motivation für diese Zusammenarbeit geht von beiden Seiten aus: Die Institutionen im südlichen Afrika erhalten Finanzierungsmöglichkeiten im Interesse ihrer Studierenden sowie eine internationale Vernetzung und Sichtbarkeit der Arbeiten durch die Strukturen der Carl Schlettwein Stiftung. Diese sichert ihrerseits die Qualität der geförderten Arbeiten und Studierenden über die Beurteilung und die Betreuung durch Vertrauenspersonen vor Ort und ermöglicht dadurch den unterschiedlichen Fördergebieten der Carl Schlettwein Stiftung eine gegenseitige Befruchtung. 

So werden alle aus den Stipendien entstehenden Arbeiten in den Basler Afrika Bibliographien gesammelt und damit einer Öffentlichkeit und der Wissenschaft zur Verfügung gestellt. Speziell ansprechende Arbeiten können im Rahmen der Verlagstätigkeiten der Basler Afrika Bibliographien als Monographien oder in Reihen publiziert werden.

Eine Auflistung der Alumni findet sich hier.